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Was bringt eine erweiterte Ultraschall-Untersuchung?

Was bringt eine erweiterte Ultraschall-Untersuchung?

Zwischen der 19. und 22. Schwangerschaftswoche kann in besonderen Fällen ein eingehender Organultraschall durchgeführt werden, der wesentlich umfangreicher ist, als der in den Mutterschaftsrichtlinien vorgesehene Ultraschall in diesem Zeitraum. Neben speziellen Geräten erfordert er auch große Erfahrung des Untersuchers. Inhaltlich werden dabei neben Größe und Lage des Kindes alle darstellbaren inneren Organe des Kindes sowie seine Extremitäten und das Gesicht untersucht.

Auch wenn 96 von 100 Babys gesund zur Welt kommen, ergeben sich im Organultraschall manchmal Hinweise auf eine kindliche Erkrankung. Neben kindlichen Infektionen, Wachstums- und Durchblutungsstörungen sowie Blutarmut kommen vor allem Organfehlbildungen (insbesondere der ableitenden Harnwege und des Herzens) vor. Wesentlich seltener sind Erbanlagenstörungen. Je nach entdeckter Organfehlbildung, wie z. B. kindlichem Herzfehler, Lippen-Kiefer-Gaumenspalte, Klumpfuß (um nur einige Beispiele zu nennen), ist es wichtig, dass das Kind gegebenenfalls direkt nach der Geburt einer fachgerechten Therapie und möglicherweise sogar einer Operation zugeführt werden kann, damit bestmögliche Startbedingungen ins Leben geschaffen werden. D.h. in diesem Fall würde die Entbindung in einer speziellen Entbindungsklinik geplant. Die Schwangere sollte noch vor der Geburt vom Untersucher in einer solchen Klinik vorgestellt werden. In Folgeuntersuchungen sollte dieser auch während der Schwangerschaft regelmäßig der Zustand des erkrankten, ungeborenen Kindes mit überwachen. Je eher eine Erkrankung des Kindes bekannt ist, desto früher können weitere Maßnahmen ergriffen und die Geburt gezielt geplant werden, damit so dem Neugeborenen ein bestmöglicher Start ins Leben ermöglicht werden kann.

Gefährden Ultraschall-Untersuchungen mein Baby?

Gefährden Ultraschall-Untersuchungen mein Baby?

Viele Schwangere zeigten sich durch die Meldungen über die neue Strahlenschutzverordnung, die Anfang 2019 in Kraft trat, verunsichert. Die Verordnung regelt den Einsatz des Ultraschalls in der Schwangerschaft: Dieser ist demnach ab Ende 2020 in nicht-medizinischen Kontexten – wie zur Durchführung des sogenannten „Baby-TVs“ – untersagt.

 

Medizinisch notwendige Ultraschalluntersuchungen können Leben retten!

Dabei gilt nach wie vor: medizinisch notwendige Ultraschalluntersuchungen können vorgeburtliche Erkrankungen des Ungeborenen erkennen und nicht selten durch gezielte Überwachung während der Schwangerschaft und genaue Vorbereitung der Entbindung  Leben retten. Lesen Sie mehr dazu in der Stellungnahme der wissenschaftlich orientierten Gesellschaft DEGUM (Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V.) .

 

Wir beraten Sie zu allen Möglichkeiten der Pränataldiagnostik

Wie aus medizinischer Sicht die Vor- und Nachteile aller denkbaren Möglichkeiten der vorgeburtlichen Diagnostik für Sie und Ihr Baby ganz individuell zu bewerten sind, besprechen unsere Gynäkologinnen und Frauenärzte bei Medicover gern mit Ihnen im persönlichen Gespräch.

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