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Unterfunktion der Schilddrüse - Hashimoto-Thyreoiditis

Die Unterfunktion der Schilddrüse -
Hashimoto-Thyreoiditis

Die Hashimoto-Thyreoiditis ist die häufigste Ursache einer Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose[G1] ).

Sie geht zurück auf eine fehlgesteuerte Abwehrreaktion des Immunsystems. Sie gehört damit also zu den Autoimmunerkrankungen[G2]. Daher wird sie auch als Autoimmunthyreopathie oder als Lymphozytäre Thyreoiditis bezeichnet.

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Krankheitsbild und Verlauf

Die Hashimoto-Thyreoiditis [G3] ist eine Entzündung der Schilddrüse. Der Krankheitsverlauf ist zunächst oft so unauffällig für den Patienten, dass sie lange unbemerkt bleibt.

Sie läuft in drei Phasen ab:

1. Zunächst kommt es zu einer Vergrößerung der Schilddrüse (Struma[G4] ) mit einer meist nur milden Schilddrüsenüberfunktion.

2. Es folgt eine Übergangsphase, in der die Erkrankung auch spontan ausheilen kann.

3. Bei einem Teil der Patienten schreitet die Erkrankung jedoch unter Verlust von funktionstüchtigem Schilddrüsengewebe fort. Die Schilddrüse schrumpft, letztendlich entsteht eine Unterfunktion.

Diagnose

Die Hashimoto-Thyreoiditis wird in den meisten Fällen erst in der Phase der Unterfunktion erkannt.

Typischer Befund: Im Ultraschall ein echoarmes Schilddrüsengewebe und im Blut die charakteristischen TPO-Antikörper (Tg-AK & TPO-AK,die zu den Abwehreiweißen [G5] gehören).

Ultraschall der SchilddrüseWichtig zu wissen: Die Antikörper allein reichen für die Diagnosestellung nicht aus, die gleichen Antikörper kommen auch beim Morbus Basedow [G6] vor.

Die Diagnose Hashimoto-Thyreoiditis lässt sich erst stellen, wenn mindestens zwei der drei Befunde vorliegen: (a) Unterfunktion (Hypothyreose), (b) echoarme Schilddrüse und (c) positive TPO-Antikörper.

Behandlung bei Hashimoto-Thyreoiditis

Die durch eine Hashimoto-Thyreoiditis hervorgerufene Hypothyreose erfordert oft eine lebenslange Behandlung mit Schilddrüsenhormonen (L-Thyroxin allein oder im Ausnahmefall in Kombination mit Trijodthyronin). Das von Körper nicht ausreichend hergestellte Hormon Thyroxin wird dabei lediglich durch Tabletten ersetzt, deshalb gibt es keinerlei Nebenwirkungen.

Die optimale Einstellung der Schilddrüsenfunktion durch Medikamente kann mehrere Monate dauern und erfordert viel Geduld bei der Anpassung der optimalen Dosierung, weil die Entzündung häufig in Schüben verläuft. Ist die optimale Einstellung gefunden, verschwinden sämtliche Beschwerden. Um beschwerdefrei zu bleiben, muss die Dosierung unbedingt regelmäßig überprüft werden, und die Tabletten müssen absolut regelmäßig eingenommen werden.

Eine zusätzliche Einnahme von Jodid ist nicht erforderlich, aber in üblichen Mengen auch nicht schädlich.

Hashimoto-Thyreoiditis & Kinderwunsch/Schwangerschaft

Eine Hashimoto-Patientin mit Kinderwunsch oder in der Schwangerschaft sollte zum Nutzen des Feten neben Folsäure auch Jodid einnehmen.

Die zusätzliche Gabe von Selen ist nicht allgemein anerkannt, da der Verlauf der Erkrankung nicht verändert wird. Mehrere Studien haben jedoch eine positive Wirkung auf die Entzündungsparameter und das Wohlbefinden gezeigt, so dass ein Therapieversuch gerechtfertigt sein kann.

Weitere Ursachen einer Schilddrüsenunterfunktion

Eine Unterfunktion kann als Folgen einer Virusinfektion, einer Operation, einer Radiojodtherapie oder einer Einnahme bestimmter Medikamente auftreten.

Darüber hinaus zeigt sie sich bei einer Vielzahl seltener angeborener oder erworbener Schilddrüsenfunktionsstörungen.

Empfehlung Fachliteratur zu Hashimoto

Hakaru Hashimoto: Zur Kenntnis der lymphomatösen Veränderungen der Schilddrüse (Struma lymphomatosa). In: Archiv für klinische Chirurgie. 97, 1912., S. 219–248.

 [G1]Schilddrüsenunterfunktion

 [G2]Griech. Auto = selbst. Bezeichnet eine Erkrankung, bei der sich eine fehlgesteuerte Aktivität des körpereigenen Immunsystems gegen den eigenen Körper statt gegen Krankheitserreger richtet.

 [G3]Die Endsilbe –itis bezeichnet eine Entzündung.

 [G4]Schilddrüse

 [G5]Bestimmte Eiweiße, die durch Reaktionen des Immunsystems entstehen und sich im Blut nachweisen lassen. Sie zeigen an, dass das körpereigene Immunsystem aktiv in einer Abwehrreaktion befindet; normalerweise gegen Krankheitserreger von außen. Diese Eiweiße werden auch als Antikörper bezeichnet.

 [G6]Eine Autoimmunerkrankung der Schilddrüse