Dr. med. Larisa Bukreeva
- Medicover Berlin-Mitte MVZ
Fachärztin für Transfusionsmedizin
Zusatzbezeichnung Hämostaseologie - +49 30 2063300-0
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Die Blutgerinnung ist stärker als normal ausgeprägt. Dabei können sich Blutgerinnsel in einigen Gefäßen bilden und diese verstopfen. Diese Verstopfungen können lebensbedrohliche Beschwerden verursachen. Eine Thromboseneigung kann vererbt oder erworben sein. Ein Screening auf Thromboseneigung ist sinnvoll bei:
Beinvenen – und Armvenenthrombosen
Lungenembolien
Schlaganfälle oder Herzinfarkte
Familiär auftretende Thrombosen
Periphere Durchblutungsstörungen
Autoimmunerkrankungen
Blutgerinnung schützt den Körper vor Blutverlust – gerät sie jedoch aus dem Gleichgewicht, kann es zu einer erhöhten Blutungsneigung oder einer verstärkten Gerinnungsaktivität kommen. Beides kann gesundheitliche Risiken verursachen und sollte individuell abgeklärt werden.
In unserer Gerinnungssprechstunde beraten und betreuen wir Patient:innen mit auffälliger Blutgerinnung, Thromboseneigung oder Blutungsneigung sowie bei Fragen zur modernen Gerinnungstherapie.
Bei einer verstärkten Gerinnungsneigung können sich Blutgerinnsel bilden, die Gefäße verengen oder verschließen. Eine solche Gerinnungsstörung kann angeboren oder erworben sein. Eine Abklärung kann sinnvoll sein bei:
Bein- oder Armvenenthrombosen
Lungenembolien
Schlaganfällen oder Herzinfarkten
familiär gehäuft auftretenden Thrombosen
wiederkehrenden Gefäßverschlüssen
peripheren Durchblutungsstörungen
Autoimmunerkrankungen
unklaren Gerinnungsauffälligkeiten.
Auch eine verminderte Gerinnungsfähigkeit kann den Alltag und medizinische Eingriffe beeinflussen. Wir beraten und diagnostizieren unter anderem bei:
ausgeprägter Hämatomneigung („blaue Flecken“)
starken Monatsblutungen
verstärkten Blutungen bei Verletzungen oder Eingriffen
Hämophilie A und B
Von-Willebrand-Syndrom
Plättchenfunktionsstörungen
Gerinnungsfaktorenmangel
Wiederholte Fehlgeburten oder Schwangerschaftskomplikationen können in einzelnen Fällen mit Gerinnungsstörungen zusammenhängen. Wenn gynäkologische und hormonelle Ursachen bereits ausgeschlossen wurden, kann eine hämostaseologische Abklärung sinnvoll sein.
Wir begleiten und überwachen unterschiedliche Formen der gerinnungshemmenden Therapie individuell und leitliniengerecht. Hierzu zählen unter anderem:
Vitamin-K-Antagonisten (z. B. Marcumar®, Falithrom®, Coumadin®)
Direkte orale Antikoagulanzien (DOAK) (z. B. Eliquis®, Xarelto®, Pradaxa®)
Heparine
Thrombozytenfunktionshemmer (z. B. ASS, Clopidogrel, Efient®, Brilique®)
Zusätzlich prüfen wir mögliche Wechselwirkungen verschiedener Medikamente auf die Blutgerinnung und führen bei Bedarf Wirkstoffbestimmungen zur individuellen Therapieüberwachung durch.
Treten in Familien gehäuft Thrombosen, Lungenembolien, Schlaganfälle oder auffällige Blutungsereignisse auf, kann eine genetisch bedingte Gerinnungsstörung vorliegen.
Eine frühzeitige hämostaseologische Abklärung kann helfen, individuelle Risikofaktoren besser einzuschätzen und mögliche Vorsorgemaßnahmen rechtzeitig einzuleiten. Heute bestehen zahlreiche Möglichkeiten der Prävention und Therapie, um das Risiko für Folgeerkrankungen gezielt zu reduzieren.