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Unsere Experten für Diabetologie

Die Diabetologie ist die Wissenschaft von der Behandlung des Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit). Sie ist ein Teilbereich der Endokrinologie.
Ursache eines Diabetes ist immer ein (relativer) Mangel an Insulin und/oder eine verminderte Wirksamkeit von Insulin.
Eine Zuckerkrankheit ist eine lebenslange, voranschreitende Erkrankung. Betroffene müssen lernen, diese Stoffwechselstörung laufend im Alltag zu berücksichtigen, um ohne Einschränkung gesund alt zu werden.

An unserer Praxis ist ein Diabetes-Zentrum eingerichtet. Dort erarbeiten DiabetesberaterInnen und ErnährungswissenschaftlerInnen mit den Betroffenen zusammen ein langfristiges Behandlungskonzept. 

LEISTUNG

Das Diabetes-Zentrum wurde eingerichtet, um die Behandlung des Diabetes in der endokrinologischen Praxis zu unterstützen. Am Diabetes-Zentrum erfolgen ausführliche individuelle Schulungen der Diabetiker und ggf. ihrer Angehörigen. Sämtliche Mitarbeiter(innen) sind z. T. in Form eines gesonderten Studiums (Ökotrophologie = Ernährungswissenschaft) oder als Diabetesberaterinnen ausgebildet in der Behandlung und Unterrichtung von Diabetikern. Viele arbeiten seit mehr als 15 Jahren am Diabetes-Zentrum.

Jeder Betroffene erhält in individuellen Behandlungs- und Schulungsgesprächen Informationen zum Umgang mit seiner Erkrankung. Er wird angewiesen, ein individuell für ihn vorgesehenes Konzept der Selbstbeobachtung durchzuführen und erhält zum Schluss eine ausführliche Untersuchung in Hinblick auf diabetestypische Spätfolgen und dabei ein Konzept zur eigenständigen Organisation von weiteren Folgeuntersuchungen beim Hausarzt.

Das Ziel der Behandlung ist das Aufstellen eines Behandlungskonzepts für die nächsten Jahre, mit dem der Patient dann bei seinem Hausarzt oder Internisten langfristig gut behandelt wird.
Diabetiker mit einem absoluten Insulinmangel, das sind Diabetiker Typ 1, und vor allem Kinder und Jugendliche mit Diabetes werden am Diabeteszentrum kontinuierlich mitbehandelt.

DIABETIKER-SCHULUNG

Die Schulung der Diabetiker im Umgang mit ihrer lebenslangen Erkrankung ist ein unverzichtbarer Bestandteil der Behandlung des Diabetes. Eine Behandlung des Diabetes ohne Schulung ist nicht möglich, so wie eine Schulung ohne Eingriff in die Behandlung nicht möglich ist. Auch wenn die Betroffenen bereits gute Kenntnisse im Umgang mit ihrer Erkrankung haben, hilft die Schulung, das gegenseitige Verständnis zwischen Behandler und Behandeltem zu verbessern.

Für jeden Patienten wird ein individuelles Schulungskonzept abgesprochen. Darüber hinaus finden für bestimmte Patientengruppen Gruppenschulungen in alters- und krankheitsangepassten Gruppen statt.

BEHANDLUNGSGESPRÄCHE

Der Diabetes kann nicht „neu eingestellt“ werden! Die Verbesserung der Einstellung des Diabetes ist niemals eine ärztliche Leistung, die Ihnen angeboten werden kann, sondern es ist  ein Behandlungsprozess in kleinen Schritten, bei dem wir Sie begleiten möchten. Damit Sie selber lernen, diese Schritte umzusetzen, erfolgen Behandlungsgespräche am Diabeteszentrum, bei denen die ärztlichen Vorgaben ausführlich besprochen und kontrolliert umgesetzt werden.

Durch solche Behandlungsgespräche möchten wir Sie ermutigen, eigene Verantwortung für sich und Ihre Erkrankung zu übernehmen. Wir möchten Sie selbstständig machen, damit Sie über Jahre hinaus zusammen mit Ihrem Hausarzt eine zufriedenstellende Stoffwechseleinstellung erreichen.

DIAGNOSTIK-SPÄTKOMPLIKATIONEN

Ziel der Behandlung des Diabetes ist es, gesund alt zu werden. Wir möchten vermeiden, dass Ihr Körper durch eine unzureichende Regulation des Diabetes Schädigungen erleidet. Trotzdem muss bei Diabetikern regelmäßig nach beginnenden Zeichen von „Sekundärkomplikationen“ gefahndet werden.  
Am Diabeteszentrum überprüfen wir die Spritzstellen bei insulinspritzenden Diabetikern, überprüfen die Durchblutung und Nervenversorgung vor allem der Füße und fahnden nach Symptomen, die auf eine Micro- oder Macroangiopathie hinweisen können.

Wir möchten bei beginnenden Veränderungen so früh als möglich eingreifen, um ein Voranschreiten zu verhindern. Sofern bereits schwerwiegende Veränderungen vorliegen, müssen meist andere „Spezialisten“, die Augenärzte, die Neurologen, die Kardiologen und Angiologen oder die Nephrologen hinzugezogen werden. Wichtig ist dann immer, dass Ihr Hausarzt über alle Schritte informiert ist.

BEHANDLUNGSKONZEPT

Schulungen und Behandlungsgespräche am Diabetes-Zentrum erfolgen immer erst nach einem ersten ärztlichen Gespräch. Auch wenn Sie kontinuierlich bei uns betreut werden, sollte zumindest einmal jährlich ein Arztgespräch vereinbart werden. Neben einer gründlichen Untersuchung auf mögliche, den Diabetes beeinflussenden Begleiterkrankungen wird bei diesen Gesprächen auf Grund der vorliegenden Informationen und der von Ihnen vorgelegten Daten der Selbstkontrolle ein Behandlungskonzept aufgestellt und schriftlich fixiert. Die Umsetzung des Konzeptes erfolgt dann in den Behandlungsgesprächen am Diabetes-Zentrum. Sollte ein solches Konzept nicht zum gewünschten Ergebnis führen, wird es bei Bedarf durch einen erneuten Arztkontakt revidiert.  

KONTINUIERLICHE MITBEHANDLUNG

In der Regel sollte die kontinuierliche Kontrolle und Behandlung des Diabetes durch einen Hausarzt und nicht durch ein spezialisiertes Zentrum erfolgen. Dies trifft für alle Patienten mit einem Diabetes Typ 2 zu. Der Hausarzt kann Sie, als Kassenpatient, in ein Programm zur Betreuung chronischer Erkrankungen (dmp = disease management programme) einschreiben. Falls sich in der Behandlung Ihres Diabetes Probleme ergeben, kann der Hausarzt Sie dann jederzeit erneut bei uns vorstellen.   Bei selteneren Formen des Diabetes, z.B. dem Diabetes Typ 1, allen Formen des Diabetes im Kindes- und Jugendalter und bei anderen seltenen Diabetesarten sollte die Betreuung an einem Diabetes-Zentrum, z.B. an einer „Schwerpunktpraxis“ kontinuierlich erfolgen. Nur in einer solchen Praxis können Diabetiker Typ 1 in das für sie geeignete dmp eingetragen werden. Trotzdem sollten Sie für andere, nicht mit dem Diabetes zusammenhängenden Erkrankungen, einen Hausarzt oder hausärztlich arbeitenden Internisten haben.