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Medicover München Neuroendokrinologie / Prof. Stalla und Kollegen

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Diabetes mellitus, Insulinresistenz, Prädiabetes: Wie hängen diese Erkrankungen zusammen?

Die Insulinresistenz ist ein häufiger Begleiter bei übergewichtigen Personen und wird stark durch genetische Einflüsse und Fehlernährung bedingt. Die Insulinresistenz stellt den ersten Mechanismus der Entwicklung eines Diabetes mellitus Typ 2 dar. Diese kann im Rahmen eines oralen Glucosetoleranztestes oder etwas einfacher, aber ungenauer durch eine Nüchternblutentnahme mit Bestimmung des HOMA-IR Indexes (berechnet aus Nüchternblutzucker und Insulinwert) abgeklärt werden. Von einem Prädiabetes spricht man je nach Definition bei einem HbA1c-Wert über 5,7% beziehungsweise über 6,0% und/oder bei Vorliegen einer erhöhten Nüchternglukose (je nach Definition über 100 mg/dl oder über 110 mg/dl nach mindestens 12-stündiger Nahrungskarenz) beziehungsweise bei einer pathologischen Glukosetoleranz (im oralen Glukosetoleranztest mit 75 g Glukose Blutzucker zwischen 140 und 199 mg/dl nach 2 Stunden). Ein Diabetes mellitus ist definiert als ein HbA1c-Wert gleich oder größer 6,5%, einem Nüchternblutzucker gleich oder größer 126 mg/dl, einem spontan Blutzucker gleich oder größer 200 mg/dl ohne Vorliegen einer akuten anderweitigen Erkrankung beziehungsweise medikamentöser Einflüsse beziehungsweise einem Blutzucker gleich oder größer 200 mg/dl im oralen Glukosetoleranztest mit 75 g Glukose nach 2 Stunden. Wenn ein manifester Diabetes mellitus diagnostiziert wird, werden Untersuchungen hinsichtlich diabetischer Folgeschäden (eine Überweisung zum Augenarzt, eine Untersuchung der Füße wegen eines Nervenschadens, eine Untersuchung der Eiweißausscheidung im Urin wegen eines Nierenschadens) durchgeführt und es erfolgen regelmäßige Kontrollen auch anderer kardiovaskulärer Risikofaktoren (Gewicht, Blutdruck, Blutfette, Harnsäure etc.).

Wie wird Diabentes-Typ-II behandelt?

Die Therapie der Insulinresistenz sowie des des Diabetes mellitus Typ 2 besteht zunächst in einer Verbesserung der Ernährung und vermehrter körperlicher Aktivität zur Gewichtsreduktion. Unterstützend können oder sollten bei Diabetes mellitus Typ 2 je nach Situation bei Diagnosestellung medikamentöse Maßnahmen durchgeführt werden (zunächst Beginn mit Tabletten oder nicht-Insulin-Spritzen, später wird in wenigen Fällen eine Insulintherapie notwendig), auch eine gute medikamentöse Einstellung der anderen Risikofaktoren ist notwendig und wird durchgeführt. Kontrollen erfolgen in der Regel alle 3 Monate. Selbstverständlich werden auch Diabetesschulungen sowie Ernährungsberatungen durch eine zertifizierte Diabetes- und Ernährungsberaterin in unserem MVZ angeboten.

Bedeutet übermäßiger Durst, dass man Diabetes hat?

Ein Durstgefühl entsteht ab einem Wasserverlust von circa 0.5% des Körpergewichtes. Durst ist ein natürliches Körpergefühl, das dem Menschen signalisiert, dass er Flüssigkeit zu sich nehmen soll. Durst entsteht beispielsweise durch vermehrten Flüssigkeitsverlust (starkes Schwitzen bei Hitze oder Sport, Durchfall oder Erbrechen) oder aufgrund einer verminderten Zufuhr von Flüssigkeit (beispielsweise nach dem Verzehr sehr salzhaltiger Speisen). Durst kann also viele natürliche Ursachen haben. Sollte man allerdings dauerhaft ein verstärktes Durstgefühl trotz ausreichender Trinkmenge verspüren, kann dies auf eine Erkrankung hinweisend sein und gehört abgeklärt. Bei krankhaftem Durst zielt eine Therapie vor allem auf das Erkennen und Behandeln der zugrunde liegenden Ursache ab. Eine häufige krankhafte Ursache für ein verstärktes Durstgefühl ist beispielsweise ein Diabetes Mellitus oder ein Diabetes insipidus. Bei letzterem kommt es zu einem Mangel oder Wirkungsverlust unseres Wasserhormons ADH.